Versteigerungsdaten/Terminsbestimmung
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Dienstag, 14. April 2026 um 10:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Stendal, Saal 112, Scharnhorststraße 40, 39576 Stendal öffentlich versteigert werden:
Verkehrswert: 34 .700,00 €
Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.
- Verkehrswert
- 34.700,00 €
- Versteigerungstermin
- 14.04.2026, 10:00 Uhr
- Aktenzeichen
- 7 K 6/25
- Versteigerungsart
- Zwangsversteigerung
- Wertermittlungsstichtag
- 10.09.25
- Besichtigungsart
- Außenbesichtigung
- Wertgrenzen
- gelten
Objektdaten
- Objekttyp
- Einfamilienhaus
- Wohnfläche
- 94 m²
- Grundstücksfläche
- 389 m²
- Objektzustand
- sanierungsbedürftig
- Baujahr
- 1920
- Anzahl Etagen
- 2
Objektbeschreibung
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Grundstück, bebaut mit einem Einfamilienhaus und mehreren Nebengebäuden.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 10.09.2025 im Rahmen einer Außenbesichtigung durch den Sachverständigen begutachtet. Eine Innenbesichtigung des Hauses und der Nebengebäude war nicht möglich, stattdessen wurden die Gegebenheiten von der Grundstücksgrenze aus aufgenommen. Die Beurteilung des Zustands erfolgte weitgehend auf Basis äußerer Eindrücke und sachverständiger Annahmen.
Gebäude
Das Einfamilienhaus wurde laut Schätzung etwa im Jahr 1920 in massiver Ziegelsteinmauerwerksbauweise errichtet und präsentiert sich zweigeschossig, zu etwa zwei Dritteln unterkellert, mit einem begehbaren Flachdach (Pultdach, vermutlich bituminös abgedichtet). Die Fassade ist größtenteils verputzt, teils unverputzt insbesondere im Westbereich. Eine Modernisierung oder grundlegende Instandsetzung erscheint in den letzten 35 Jahren nicht erfolgt zu sein; wesentliche Merkmale weisen auf einen stark sanierungsbedürftigen Zustand mit erheblichem Renovierungs- und Modernisierungsbedarf auch im Inneren hin. Der Zugang erfolgt über eine Außentreppe und eine veraltete Holztür. Die Dachfläche ist mit einer einfachen Brüstung versehen und vermutlich begehbar. Die Restnutzungsdauer wurde, unter der Annahme einer abgeschlossenen Kernsanierung, modellhaft mit 68 Jahren angesetzt.
Belichtung und Besonnung sind durch die Reihenbebauung im Umfeld eingeschränkt. Grundrissgestaltung und Innenraumaufteilung konnten nicht überprüft werden, es wird eine klassische Aufteilung aus dem Baujahr vermutet. Die Verkehrssicherheit ist vom äußeren Eindruck her gefährdet (bröckelnder Putz etc.). Das Haus steht bereits seit Jahren leer.
Weitere Gebäude
Auf dem Grundstück befinden sich ein ehemaliger Stall (hinter dem Wohnhaus), eine Gartenlaube und ein weiterer Schuppen. Die Nebengebäude sind überwiegend nur von außen, teilweise gar nicht einsehbar, und befinden sich nach Ansicht des Sachverständigen in einem deutlich verfallenen bis abrissreifen Zustand. Die Kosten zur Freilegung bzw. zum Abriss werden auf ca. 22.500 € geschätzt.
Grundstück
Das Bewertungsobjekt besteht aus zwei durch eine Straße getrennte Flurstücke (406/0 mit 156 m² und 458/0 mit 233 m², insgesamt 389 m²). Flurstück 406/0 trägt das Wohngebäude, während 458/0 überwiegend Nebengebäude und Wildwuchs aufweist. Die Topografie ist beim Wohnhaus leicht, beim Nebengrundstück stark hangig abfallend (typische Uferlage an der Havel). Die Grundstücke sind dreiseitig grenzbebaut, die Grundstücksgrenzen konnten nur anhand der Liegenschaftskarte rekonstruiert werden. Das Flurstück 458/0 ist deutlich verwildert und mit Gestrüpp bedeckt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt seit Jahren ungenutzt, weder vermietet noch verpachtet, und stand vollständig leer. Es wurde kein Gewerbebetrieb festgestellt. Die zukünftige Nutzung wird als Einfamilienhaus mit abgeschlossener Kernsanierung (Wiederbelebung zur Eigennutzung) angenommen, die Nebengebäude sollen abgebrochen werden.
Lage
Standort: Hansestadt Havelberg, ca. 6.246 Einwohner, Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt.
Wohnumfeld/Mikrolage:
Das Grundstück liegt am südöstlichen Stadtrand in einer naturnahen und aussichtsreichen Uferlage direkt an der Havel. Die Umgebung ist geprägt durch zweigeschossige, geschlossene Einfamilienhausbebauung. Im Bereich des Nebenflurstücks überwiegen einfache Garagen, Schuppen und Wochenendlauben. Die Weinbergstraße stellt eine schmale, gepflasterte Anliegerstraße ohne Gehwege dar. Es sind keine außergewöhnlichen Immissionsbelastungen festgestellt worden.
Infrastruktur:
Läden des täglichen Bedarfs, Schulen, Kindergärten, Ärzte sowie Freizeitmöglichkeiten sind im Ort vorhanden. Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch fußläufig erreichbare Bushaltestellen (Uferstraße) sowie Regionalverkehr mit Anbindung an den ca. 9 km entfernten Bahnhof Glöwen (Schnellfahrstrecke Hamburg-Berlin). Überregionale Straße: B107; nächste Autobahnanschlüsse A2 bei Burg und A24 bei Neuruppin.
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